Maklerrecht: Von einer Reservierungsgebühr profitiert der Kunde nicht

Vereinbart ein Kaufinteressent für eine Immobilie mit dem beauftragten Makler eine Überlegungsfrist, so darf ihm dafür keine Reservierungsgebühr berechnet werden (hier für eine Eigentumswohnung in Höhe von 930 € geschehen).

Das Landgericht Berlin wertete die Gebühr als eine Einnahme ohne Gegenleistung; denn der Eigentümer der Immobilie habe unabhängig von der »Reservierung« durch den Makler jederzeit das Recht, an einen anderen Interessenten zu verkaufen. Dass die Gebühr beim Zustandekommen des Geschäfts mit dem ersten potenziellen Kunden mit dem Kaufpreis verrechnet werden solle, ändere nichts an der Unwirksamkeit der Gebühr.
                                                                                                                           (LG Berlin, 15 O 152/16)